02-15-2008, 03:01 PM
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| His opinion on Orthopan UR: Quote:
SPUR Orthopan UR + SPUR Nanospeed UR
Mit dem SPUR Orthopan UR Film in Kombination mit dem SPUR Nanospeed UR Entwicklungsverfahren steht nunmehr das weltweit hochauflösendste bildmäßige fotografische Verfahren zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Verfahrens wurde zum ersten mal die theoretische Beugungsgrenze auf einem bildmäßig entwickelten Aufnahmefilm sichtbar gemacht. Dieses hat die Firma Carl Zeiss in Oberkochen unter Verwendung des Zeiss Biogon T* 2,8/25 ZM erstmalig erreicht.
Museum Ludwig in Köln - SPUR Orthopan UR + SPUR Nanospeed UR
CONTAX G1 / Carl Zeiss Planar 2/35
Dazu schreibt Zeiss: "Der hochauflösende Film unserer Wahl war ein SPUR Orthopan UR, geliefert und verarbeitet von der Firma SPUR. Das Ergebnis: überwältigende 400 Linienpaare pro Millimeter, erzielt mit dem Biogon 25 bei Blende 4 in der Bildmitte. 400 lp/mm bedeutet die theoretisch höchste erzielbare Auflösung bei dieser Blende, es ist die "Beugungsgrenze" bei Blende 4."
photokina 2006 in Köln: Am Stand der Firma Zeiss werden hoch aufgelöste SW-Fotos von
Kornelius J. Müller (Zeiss) ausgestellt. Die Bilder entstanden auf SPUR Orthopan UR,
entwickelt mit SPUR Nanospeed UR sowie auf Agfa Copex Rapid, entwickelt
mit SPUR Nanospeed. Der Fotograf verwendete eine Zeiss IKON mit dem
Carl Zeiss Biogon T* 2,8/25 ZM.
Was bedeutet das für die fotografische Praxis? Es besteht vielfach der Irrglaube, dass diese nunmehr erreichbare hohe Auflösung in der normalen fotografischen Praxis keine Rolle spiele, weil sie nicht genutzt werden könne. Wann schon sind denn die Bedingungen für das Erreichen solcher technischer Grenzen im fotografischen Alltag gegeben, wird man sich fragen. Dies ist jedoch eine falsche Herangehensweise an diese Frage.
Vereinfacht ausgedrückt, besteht folgender Unterschied zwischen normalem Aufnahmefilm und einem Material hoher Auflösung wie SPUR Orthopan UR: Ein hochklassiges Objektiv wie z. B. das für den Auflösungsrekord benutzte Zeiss Biogon T* 2,8/25 ZM besitzt ca. die doppelte Auflösung eines (sehr guten) normalen SW-Films. SPUR Orthopan UR hingegen besitzt ca. das doppelte Auflösungsvermögen eines solch hochwertigen Objektivs.
Bistrostühle in Solingen - SPUR Orthopan UR 8x11mm + SPUR Nanospeed UR
MINOX Modell C / MINOX F = 3,5
Das hat zur Folge, dass nicht nur im Extrembereich bei hohem Kontrast sehr viel mehr Linien aufgelöst werden können, sondern es bedeutet gerade im Bereich mittlerer und geringer Kontraste eine gewaltige Verbesserung der Auflösung. Bei schwachem Detailkontrast zeigt der normale Film eine so geringe Auflösung, dass er die Objektivleistung nicht mehr abbilden kann, der Hochauflösungsfilm aber macht erst deutlich, was im Objektiv an Leistungsreserven schlummert, die man bisher nicht nutzen konnte. Hier geht es nicht darum, „Haare zu zählen“, sondern mit den Mitteln der Kleinbildfotografie ungewöhnlich vergrößerungsfähige Negative zu erhalten, die alle Optionen offen lassen.
So zum Beispiel auch die digitale Option: Aufgrund der sehr viel geringeren Schichtdicke und der monodispersen Kornverteilung lassen sich Hochauflösungsfilme wie SPUR Orthopan UR weitaus problemloser einscannen als herkömmliche SW-Filme, deren Korn infolge der wesentlich dickeren Schicht und der anderen Kornverteilung das Scannerlicht streut und daher nur unter Qualitätsminderung eingescannt werden kann. Hochauflösungsfilme hingegen lassen sich völlig problemlos ohne Qualitätsminderung (hier den Colorfilmen vergleichbar) einscannen. Da sie von Hause aus über eine sehr viel höhere Auflösung als normale SW-Filme, Colorfilme oder (erst recht!) Digitalfotos verfügen, lassen sich so in Abhängigkeit von der Scannerauflösung Bilddateien von exorbitant hoher Qualität anlegen, die nach der Bearbeitung in Relation zum Aufnahmeformat Großdrucke von bisher nicht bekannter Qualität ermöglichen.
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Der SPUR Orthopan UR ist ein orthopanchromatischer Dokumentenfilm. Mit dem auf diesen Film abgestimmten Entwicklungsverfahren SPUR Nanospeed UR lässt er sich problemlos bildmäßig mit perfekter Halbtontreue und mit bekannter SPUR-Qualität entwickeln. Die Empfindlichkeit beträgt ISO 16/13° bis ISO 20/14°. Bei geringen Motivkontrasten können ISO 25/15° eingestellt werden. Die theoretische Auflösung beträgt 800 LP/mm bei einem Kontrast von 1000 : 1. Das Korn ist wesentlich feiner als bei allen anderen bekannten Dokumentenfilmen, trotzdem wird wegen des hohen entwicklungsspezifischen Detailkontrastes hohe Schärfe erreicht. Der Belichtungsspielraum ist sehr hoch und macht auch bei hohen Motivkontrasten problemloses Fotografieren möglich.
Einige Hinweise für die Praxis der hochauflösenden Fotografie:
Kameras und optische Systeme für die Hochauflösung:
Für Zwecke der Hochauflösung sollten nur absolut hochwertige Kameras und Objektive wie z. B. die Aufnahmesysteme von Zeiss eingesetzt werden. Da Hochauflösungsfilme, wie oben bereits dargelegt, über eine wesentlich höhere Auflösung verfügen als selbst hochwertige Aufnahmeobjektive, werden hier die Unterschiede deutlich sichtbar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Verwendung abgestimmter Kamerasysteme, die auf Fokusdifferenzen überprüft wurden. Bei Spiegelreflexsystemen ist auf korrekte Spiegeljustierung zu achten. Es sollten nur absolut hochwertige Objektive verwendet werden, die zudem über eine hohe Lichtstärke verfügen.
Aufnahmetechnik:
Bei der Aufnahme ist zu beachten, dass Verwacklungen ausgeschlossen werden. Dies gilt zwar universell, ist aber bei der Hochauflösungsfotografie besonders wichtig, weil hier bereits geringste Verwacklungen die Auflösung merklich minimieren. Da die Filme über eine relativ geringe Empfindlichkeit verfügen, ist oft die Verwendung eines Stativs ratsam. Bei hellem Licht kann jedoch auch gut aus der Hand gearbeitet werden, wenn man möglichst kurze Verschlusszeiten bei relativ hohen Blendenöffnungen wählt (wichtig: lichtstarke Objektive!).
Es sollte nur der mittlere Blendenbereich von ca. Blende 2,8/4 bis Blende 8 benutzt werden. Bei größeren Blenden erhält man zwar theoretisch eine höhere Auflösung, die jedoch durch die höheren Abbildungsfehler (z. B. sphärische Aberration) in diesem Bereich negativ überkompensiert wird. Kleinere Blenden als Blende 8 minimieren wegen der Beugung dann schon merklich die erzielbare Auflösung. Ist aus bildgestalterischen Gründen eine hohe Schärfentiefe erforderlich, sollte allerdings um mindestens eine Stufe weiter abgeblendet werden als gewohnt, da bei der Hochauflösungsfotografie andere Anforderungen an den Zerstreuungskreisdurchmesser gestellt werden. Allerdings ist bei der Verwendung kleiner Blenden die erzielbare Auflösung bereits merklich geringer.
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