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View Full Version : Lichterkontrast



ath
02-11-2010, 12:43 PM
Hallo,

ein Thema, welches mich schon länger umtreibt ist das Thema Lichterkontrast im Abzug.
Konkret hatte ich in letzter Zeit häufiger Motive (helle Steine, weiße Blüten) bei denen ich mir im Abzug in den hellsten Stellen mehr Kontrast für bessere Differenzierung gewünscht hätte. Der Kontrast ist einen direkte Folge des jeweiligen Dichteverlaufs dieses spezifischen Papieres; Kentmere VC select z.B. hat da mehr Lichterkontrast als Agfa MCP (bei gleichem Globalkontrast).

Ein kurzer Versuch mit leichtem Überbelichten und Bleichen brachte keine Verbesserung.

Da mich dieses Thema letztes Mal mitten im Erstellen eines Portfolios erwischt hat, ist Papierwechsel nicht immer eine Lösung.

Daher meine Frage:
Bei gegebenen Negativ und Papier, welche Möglichkeiten habe ich, den Lichterkontrast zu erhöhen?
Entwicklerwahl, Verdünnung, Bewegung, Bleichen?

Vorbelichten sollte meiner Meinung nach den Kontrast senken; an Kurvenverbiegung durch Splitgrade glaube ich erst, wenn ich handfeste Beweise dafür gesehen habe.

Hat jemand konkrete Erfahrungen und / oder Tips?

Ach ja: hier: http://www.apug.org/forums/forum41/71491-poor-highlight-contrast.html läuft gerade einen ähnliche Diskussion suf englisch.

Klaus_H
02-13-2010, 09:53 AM
Hallo Andreas,

ich habe zwar keinen Tip für "gegebene Negative etc.", aber ich kann Dir PMK als Negativentwickler empfeheln. Die Negativfärbung durch den Entwickler bringt vor Allem in den hohen Negativdichten (Lichtern) eine Gradationsbeugung, die beim Vergrößern auf VC Papieren die Lichter leichter kopierbar macht.

Beste Grüße,

Klaus

RalphLambrecht
02-13-2010, 10:20 AM
Hallo,

ein Thema, welches mich schon länger umtreibt ist das Thema Lichterkontrast im Abzug.
Konkret hatte ich in letzter Zeit häufiger Motive (helle Steine, weiße Blüten) bei denen ich mir im Abzug in den hellsten Stellen mehr Kontrast für bessere Differenzierung gewünscht hätte. Der Kontrast ist einen direkte Folge des jeweiligen Dichteverlaufs dieses spezifischen Papieres; Kentmere VC select z.B. hat da mehr Lichterkontrast als Agfa MCP (bei gleichem Globalkontrast).

Ein kurzer Versuch mit leichtem Überbelichten und Bleichen brachte keine Verbesserung.

Da mich dieses Thema letztes Mal mitten im Erstellen eines Portfolios erwischt hat, ist Papierwechsel nicht immer eine Lösung.

Daher meine Frage:
Bei gegebenen Negativ und Papier, welche Möglichkeiten habe ich, den Lichterkontrast zu erhöhen?
Entwicklerwahl, Verdünnung, Bewegung, Bleichen?

Vorbelichten sollte meiner Meinung nach den Kontrast senken; an Kurvenverbiegung durch Splitgrade glaube ich erst, wenn ich handfeste Beweise dafür gesehen habe.

Hat jemand konkrete Erfahrungen und / oder Tips?

Ach ja: hier: http://www.apug.org/forums/forum41/71491-poor-highlight-contrast.html läuft gerade einen ähnliche Diskussion suf englisch.

Andreas

Ich nehme mal an, Du kennst Dich mit Gradationskurven aus. Sie Dir im Anhang das Beispiel einer Filmkurve an. Je steiler die Tangente an der Kurve liegt, desto mehr Kontrast hat die Kurve. Wie Du siehst, haben die Lichter und Schatten immer weitaus weniger als die Mitteltöne.

Desto weniger Du belichtest, desto weiter rutschen alle Tonwerte nach links auf der Kurve nach unten. Das heisst, ein unterbelichteter Film hat mehr Kontrast in den Lichtern als ein normal oder überbelichteter Film. Das kann aber nicht die Lösung sein.

Nun sieh Dir den zweiten Anhang an. Oen ist ein Film ohne deutliche Schulter. Ein solcher Film wird einen höheren Kontrast in den Lichtern haben als ein Film mit deutlicher Schulter, wie der unten. Allerdings verschieben sich dadurch auch die Tonwerte der Mitteltöne wie Du an den Bildbeispielen sehen kannst.

Ich empfehle eine Film/Entwickler Kombination die die Schulterwirkung minimiert und anschliessend eine Papierbehandlung (zum Beispiel bleichen) um die Tonwerte weiter zu optimieren.

ath
02-13-2010, 12:06 PM
Hallo Klaus und Ralph,

die Densitometrie ist mir durchaus vertraut. Das Negativ habe ich als vorgegeben gesetzt, weil ich hier den Acros mit einer sehr geraden Kurve nutze - da ist keine Schulter. Meine Frage ist halt, was kann ich in der Duka noch beeinflussen - durch gezieltes Verbiegen der Papierkurve in den Lichtern.

Bei manchen Motiven kann man den Papierkontrast einfach hochziehen und den Globalkontrast durch Abwedeln wieder einfangen - bei komplexeren Motiven wird das schwierig oder unmöglich.

RalphLambrecht
02-13-2010, 12:27 PM
...Bei manchen Motiven kann man den Papierkontrast einfach hochziehen und den Globalkontrast durch Abwedeln wieder einfangen - bei komplexeren Motiven wird das schwierig oder unmöglich.

Ich weiss nicht wie man den Globalkontrast durch abwedeln wieder einfangen kann. Lokal ja, global leider nicht.

Ich würde es mal mit lokalem Split-Printing versuchen.

AndreasT
11-07-2012, 07:02 AM
Eine unelegante lösung wer die lichter hard nachzubelichten.

RalphLambrecht
11-08-2012, 06:36 AM
hallo andreas,
ich ose dieses problem mit erfolg(meist weisse wolken am himmel) genau wie du es schon angedeutet st, bei mittlerem globalen kontrast, leicte unterbelichtung und anschliessend einbennen der lichter mit max local kontrst, leichtes bleixhen ver feinert den proczess. fuer mich funktioniert es wie in meinem buch wbm auf ein paar seiten gezeigt.

AndreasT
11-08-2012, 03:04 PM
Ich belichte sehr oft mit harter Gradation nach. Helle stellen die mehr Kontrast brauchen bleiche ich auch gelegentlich. Oder kleine stellen die zu klein sind um abzuwedeln als auch denn Kontrast zu erhöhen.
Bei wichtige negative die sehr flau/flach sind belichte ich die so das die leicht zu dunkel sind und bleiche die heller was denn Kontrast erhöht.
Lokalen Kontrast wird oft vernachlässigt was ich oft als wichtiger finde als denn gesamt Kontrast.