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View Full Version : Der Hybrid-Thread "Scannen"



cmo
08-08-2010, 08:34 AM
Viele von uns arbeiten hybrid, nutzen also die Vorteile des Films, digitalisieren die Negative bzw. Dias und benutzen dann die üblichen digitalen Techniken bis zur Ausgabe auf Papier.

Bis irgendwann der Nachfolger des Nachbarforum www.hybridphoto.com auf deutsch verfügbar ist sind digitale Diskussionen hier ausdrücklich erlaubt.

Dieser erste Thread dient quasi als Unterforum zum Thema "Scannen".

RalphLambrecht
08-08-2010, 09:06 AM
Viele von uns arbeiten hybrid, nutzen also die Vorteile des Films, digitalisieren die Negative bzw. Dias und benutzen dann die üblichen digitalen Techniken bis zur Ausgabe auf Papier. ...

Nicht so schnell mein Freund. Deine Definition für hybrid ist nicht universal. Es gibt viele Methoden durch Hybridverfahren zu einem Bild zu kommen (siehe Anhang). Manche machen es so wie Du und fangen analog an um digital zu enden, andere fangen digital an und enden analog, oder fangen analog an, gehen zu digital, und zurück zu analog. Es gibt da mehrere Möglichkeiten. Vielleicht nennen wir sie der Einfachheit halber AD, DA und ADA.

Der Sinn des Hybridverfahrens liegt meiner Meinug nach darin dass man die Vorteile beider Methoden vereinen kann. Wenn ich nun ausserdem davon ausgehe das digital den Vorteil der Flexibilität bei der Bearbeitung hat und ein analoger Print in Schönheit und Langlebigkeit nicht zu übertreffen ist, kann ich zwar analog oder digital beginnen muss aber zwangsläufig analog enden.

Wie dem auch ist, wir müssen die Diskussion für alle Hybridverfahren offen halten.
Hybrid ist nicht Hybrid.

cmo
08-08-2010, 09:12 AM
Ralph, Du hast Recht, viele Wege führen nach Rom. Ich habe nur das gängigste Verfahren als Beispiel genommen.

cmo
08-08-2010, 09:42 AM
Übrigens, meine eigene Arbeitsweise für Kleinbildnegative sieht so aus:

1. Olympus Balgengerät mit Dia-/Negativhalter
2. Olympus Balgenkopf 4/80, optimiert für 1:1
3. 25mm Zwischenring
4. Adapter auf EOS
5. EOS 5D Mark 2

Das ganze wird als RAW aufgenommen, in Canon's DPP zum Tiff (16 bit) umgewandelt und in den Programmen Photoshop CS2 oder GraphicConverter bearbeitet, die Ausgabe erfolgt auf einem Epson Stylus Pro 3800 (den ich viel zu selten benutze und daher gerade verkaufe), im Fotogeschäft oder bei einem Labor, das die Bilder auf Fuji Fotopapier belichtet und mir dann einen netten Umschlag mit Bildern und Rechnung schickt.

Die Qualität dieser hybriden Kombination ist bemerkenswert, ich habe mehrere Ausstellungen mit den so produzierten Bildern bestritten und mußte mich für nichts schämen.

RalphLambrecht
08-08-2010, 10:12 AM
Leider ist die gängigste Methode nicht immer die beste. Viele betrachten das Scannen von Negativen mit anschliessender Digitalbearbeitung (AD) als Übergangstechnologie die mit dem Verschwinden von Negativscannern aussterben wird. Ausserdem gibt es am Ende 'nur' einen Inkjet Print. Der Grund für (AD) liegt oft in der Verwendung schon existierender Negative oder dem Vorteil dass man keine Digitalkamera braucht oder benutzen muss. Ausserdem ist die Archivierung von Negativen sicherlich archivfester als digitale Dateien.

Trotzdem hat die digital-zu-analog Methode (DA oder ADA) den entschiedenen Vorteil mit einem Barytprint zu enden. Was gibt es schöneres?

RalphLambrecht
08-08-2010, 10:23 AM
cmo

Das hatte ich nicht erwartet. Irgendwann wurde etwas fotografiert, aber dann fotografierst Du digital, bearbeitest digital und printest digital (ADDD).

Lass mich mal ein wenig provokativ werden (nicht böse gemeint, nur zum Zwecke es Gedankenaustausches).

Was hat dass noch mit analog oder APUG zu tun? Nur weil dein Objekt (Dia) irgendwann mal analog fotografiert wurde? Also wenn Du Deine Kamera auf das Dia hältst ist es hybrid, und wenn Du sie auf was ein natürliches Objekt hältst ist es digital? Obwohl ich einsehe dass Deine Methode dem Scannen sehr ähnlich ist, wo man diesen Vorwurf nicht machen würde, ist der Analoganteil hier doch sehr gering.

:confused:

cmo
08-08-2010, 10:38 AM
Stimmt, jedenfalls teilweise. Ich hatte vorher einen Imacon 646, der bei Mittelformatscans absolut unschlagbar war und bei SW-Negativen generell nicht zu toppen. Die "DSLR-Methode" kommt erstaunlich nah heran.

Nichtsdestotrotz, ich freue mich schon auf mein neues Positivlabor.

RalphLambrecht
08-08-2010, 10:46 AM
... ich freue mich schon auf mein neues Positivlabor.

Pure Ketzerei! :)