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  1. #1

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    Feb 2007
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    Nairobi
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    35mm RF
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    Merkwürdige Probleme m APX 100 und Rollei RHS

    Liebe Photokollegen,
    in 2011 war ich nicht immer glücklich mit den selbstentwickelten Filmen... vielleicht mögen einige in der Runde mit Rat und Erklärung helfen.

    In der Rückschau meine ich zwei "Problemkandidaten" auszumachen:
    1. Mit dem Rollei RHS (gekauft im Sommer 2010) habe ich, trotz verlängerter Entwicklungszeiten, keinen Film vernünftig entwickeln können! Was ist da los?
    2. Der Agfaphoto (roter Punkt) APX 100 KB zeigt sich, gelinde gesagt, recht kapriziös.

    Im Einzelnen:

    Ich bin "Quartalslaborant" (Dank dem Erfinder dieser wunderbaren Bezeichnung!). Da muss eigentlich alles nach Rezept funktionieren, weil weder die Masse noch die tägliche Routine da sind, um "merkwürdige" Veränderungen des Materials frühzeitig (gar vorausschauend) aufzufangen. Folgende Kombis ergaben stark unterentwickelte (für "Gradation 7") oder ganz unbrauchbare Filme (bei den APX handelt es sich um Agfaphoto (roter Punkt) APX 100 KB, Ablauf 11/2011, alles bei 20°C):

    APX100, 100ASA - in Rollei RHS 1+12, Rotation 20rpm, 7,5min - Lichter/Himmel rel. dicht, sonst nur Spuren von Zeichnung, etwa wie 3-4 Blenden unterbelichtet
    (NB: Das war mit neu geöffnetem RHS, den ich Sommer 2010 in D gekauft hatte; die o.g. Prozedur hatte ich mit Agfa-Raute APX und LP-Supergrain nach Otto Beyers Methode (vielen Dank an OB!!) eingestellt. Der LP-SG hielt bis 2010 und funktionierte bis zum Schluss. Der Wechsel auf Agfa-Punkt APX und RHS war gleichzeitig, keine Überlappungen. Im Vertrauen auf die bewährte Methode und die Konstanz des Materials habe ich gleich einen Schwung Filme auf einmal in die Dose gepackt - das war dann ein sehr schmerzhafter Reinfall! Weitere Filme derselben Serie habe ich mit uraltem Neofin Blau nach Waschzellel entwickelt - etwas hart, aber gut brauchbar.)

    APX100, 100ASA - in Xtol 1+2, Rotation 30rpm, 14min (nach Kodak-Anleitung) - Film wie durch Spüli gezogen, völlig unbrauchbar.
    (NB: Aus demselben Xtol-Ansatz habe ich auch einen FP4+ entwickelt, ebenfalls nach Kodak-Anleitung: Der war ok, etwas hart. Ich fand Xtol 1+1 für den FP4+ besser und bin dann dabei geblieben.)

    Kodak Tmax-400 TMY 120MF, 400ASA in Rollei RHS 1+12, Rotation 20rpm, 9,5min (d.i. nach Anleitung 6,5min*1,4 = 9,1min plus einen Tick, weil die Zeiten in Schröders Negativpraxis alle etwas knapp sind) - Jämmerlich dünnes Ergebnis, etwa wie 2-3 Blenden unterbelichtet, tiefere Schatten ohne Zeichnung, obwohl eher auf Schatten belichtet wurde.
    (NB: Andere TMY aus derselben Packung bei derselben Art der Belichtung kommen in Xtol 1+1 nach Kodak-Anleitung einwandfrei mit Zeichnung bis in die tiefsten Schatten)

    Kodak Trix 400TX KB, 400 ASA in Rollei RHS 1+12, Rotation 20rpm, 8min (d.i. nach Anleitung 5min*1,4 = 7,5min plus einen Tick, s.o.) - Lichter schwarz, sonst jämmerliches Ergebnis, min. wie 3 Blenden unterbelichtet, tiefere Schatten ganz ohne Zeichnung (Kamera mit Integralmessung, die für Dias stets gut passt).
    (NB: Bühnenfotos mit dem 400TX bei derselben Art der Belichtung -ohne Kompensation für die Scheinwerfer, Fehler eines Neulings in diesem Metier- kommt in Xtol 1+1 nach Kodak-Anleitung befriedigend, Schattenzeichnung könnte besser sein.)

    Kodak Trix 400TX KB, 200 ASA in Rollei RLS (CG512) 1+4, 24°C, Rotation 20rpm, 12min (d.i. nach Anleitung, der Entwickler wurde Somer 2010 gekauft und erst ein Jahr später geöffnet, vor der Verwendung kräftig aufgeschüttelt - ich habe keine Trübungen o.ä. bemerkt): Auch wieder viel zu dünn - braucht Gradation 4-5 für sehr mäßige Abzüge. Filmkorn allerdings auch in Lichtern fast nicht auszumachen! Vielleicht muss ich da auf 100ASA runtergehen und noch länger entwickeln?

    Zum Trost, viel in diesem Metier war auch erfolgreich. Ich möchte nicht nur mit Kummer kommen, deshalb:

    - Der Adox CMS 20 in Adotol (KB und MF, in der Dose genau nach Anleitung): Auf Anhieb phänomenale Detailzeichnung! Mit den Grauwerten in der Natur bin (war?) ich APX-verwöhnt, da fehlt mir hier ein wenig Differenzierung, deshalb nicht so leicht zu vergrößern. Das Thema habe ich noch nicht abgeschlossen.

    - Die ersten Versuche mit Xtol haben, platt nach Kodak-Anleitung verarbeitet, bei FP4+ (MF) und TMY so gut funktioniert, dass ich das Eintesten wohl auf die lange Bank schieben werde. Der Trix hat ab jetzt 320 ASA, ebenfalls fertig. SO wünsche ich mir Anleitungen! Auch ein alter Retro 100 (eigentlich wg. Ablauf 2009 abgeschrieben), der zwischen die FP4s gerutscht war, ist einwandfrei: Wunderbar. (und 5 Filme gerettet.)

    - Von Neofin Blau, aus wohl über 10 Jahre alten Glasampullen, war ich beeindruckt. Diese Reste haben die Hälfte einer Serie von Tier- und Landschaftsbildern gerettet. Die andere Hälfte, leider, s.o. erster Punkt. Allerdings: Der Agfa-Punkt-APX in Neofin (mittlere Verdünnung) ist bei mir härter und körniger geraten als ein 400TX in Xtol 1+1.

    Bitte entschuldigt, das ist ein langer Artikel geworden.
    Ich wäre glücklich, wenn die alten Hasen in der Runde sich besonders zu den Problemen äußern könnten: Gerade die Pannen mit APX und RHS verstehe ich nicht!

    Vielen Dank im Voraus!
    Pitt

  2. #2
    swittmann's Avatar
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    Hallo Pitt,

    willkommen im Forum!

    Du bekommst sicher noch detaillierte Hilfe, aber einen Ratschlag möchte ich dir, grade wenn du "Quartalspanscher" bist, mit auf den Weg geben: wechsle Entwickler und Filme nicht so hin und her. Damit bringst du dich völlig durcheinander, und wenn etwas nicht funktioniert, ist es unheimlich schwierig herauszufinden, woran es nun genau gelegen hat. Zu viele Stellräder, sozusagen. Du könntest dich auf ein oder zwei Filme und einen Entwickler beschränken. Ich würde einen Entwickler nehmen, der recht unkompliziert in der Anwendung und dabei haltbar ist. Rodinal ist ein Kandidat, der quasi ewig hält (heißt bei Fotoimpex Adox Adonal). Oder du schaust dich mal bei Herrn Moersch um; efd (eco film developer) ist ein Entwickler, der sehr lange hält, super Ergebnisse liefert und dabei noch so umweltfreundlich ist, dass die verbrauchte Chemie einfach in die Kanalisation wandern darf.
    Außerdem behalte bitte im Auge, dass die Hersteller der Entwickler z. T. ihre Rezepturen im Laufe der Jahre ein wenig verändern, sodass Angaben wie z. B. in Schröders Negativpraxis heute nicht mehr zutreffen können.

    Als Anhaltspunkt könntest du dir diese Sammlung anschauen, die Film-Entwicklerkombinationen mit entsprechenden Entwicklungszeiten aufzeigt: http://www.digitaltruth.com/devchart.php

    Im Idealfall würde man seine Film-Entwicklerkombination aber sauber eintesten, weil jeder eine andere Wasserqualität hat, etwas anders kippt etc. pp.

    So, jetzt übergebe ich an die Mitforenten

    LG Sandra



 

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