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  1. #1

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    Steuerung Schwärzungskurve SW-Film

    Der Verlauf der Schwärzungskurve eines Films scheint im Wesentlichen von Entwickler, Entwicklungszeit, Bewegung und Temperatur abzuhängen. Gibt es allgemein gültige Regeln, nach denen eine gegebene Film-Entwickler-Kombination gezielt dahin gehend gesteuert werden kann, dass z.B. die Dichten in den Lichtern zurückgenommen werden, bei gleichzeitiger Stärkung der mittleren Zonen. Also ausgehend von einer durchhängenden Kurve, die der „Ideallinie“ angenähert werden soll, bzw. umgekehrt bei einer S-förmigen Kurve.

    Ich vermute, dass dies in geringem Maße durch Änderung der Bewegung, oft oder selten kippen, eher sachte oder kräftige Bewegung und die Dauer des Stillstandes dazwischen beeinflusst werden kann. Aber in welcher Weise?

  2. #2
    ath
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    Hallo Sammelwahn,

    ich würde als vermutlich wesentlichsten Einfluss auf die Dichtekurve noch den Fim selber anführen.
    Konkret hab ich gerade den Fall, daß Rollei Retro 80S eine ausgeprägte S-Form hat, oder, um einen Begriff von W. Moersch zu verwenden, in den Lichtern "in die Horizontale geht".
    Landläufig soll stärkere Agitation den Lichterkontrast erhöhen, entsprechend soll weniger Agitation ausgleichen (d.h. Lichterkontrast senken). Die Stärkung des Lichterkontrasts hat beim Retro 80S und XTOL schonmal nicht funktioniert.

    Der ATP1.1 verhält sich ähnlich, aber noch extremer. Hier habe ich keinen Unterschied in der Form der Kurve gefunden für Standentwicklung vs. Rotation.
    Regards,
    Andreas

  3. #3
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    Die Lichter können zumindest durch zwei Maßnahmen gezielt beeinflusst werden :
    A) Entwicklerverarmung (konsequent in der Zweibadentwicklung)
    B) Silberrücklösung

    A) kann am einfachsten durch einen Entwickler ohne Regeneratorsystem (z.B. Rodinal oder Perceptol) und geringe Agitation erreicht werden. Es besteht dann immer die Gefahr, dass große Grauflächen inhomogen werden.
    B) erreicht man in der Regel durch einen Sulfitgehalt vonn 100g/l oder darüber. Es ist also diesbezüglich falsch, einen Entwickler zu verdünnen. Normalerweise schafft das es das Regeneratorsystem dennoch, die Metol- oder Phenidon-Konzentration einigermaßn auf Level zu halten, so dass nicht einmal ein Verarmungseffekt einsetzt.
    ---
    Uwe Pilz

  4. #4
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    Und schon wäre fast alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Was bleibt mir da noch? Färbende Entwickler (neudeutsch: staining) welche die Gradation für die höheren Dichten für Varionkontrastpapiere durch eine Farbmaskierung herabsetzen sind natürlich auch noch ein Thema in diesem Umfeld. Auch dadurch wird die Wiedergabe hochkontrastiger Motive vereinfacht, was mir schon sehr geholfen hat.

    Viele Grüße

    Stefan

  5. #5

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    Erst einmal Danke an alle, die sich hier eingebracht haben!

    Zum besseren Verständnis hätte ich vielleicht noch die Hintergründe meiner Frage beleuchten sollen. Im Moment brauche ich einen Filmbestand auf, zu dem ich unverhoffter Weise gekommen bin. Ich habe mir „die Mühe gemacht“, den Film auf einen vorhandenen Entwickler einzutesten. Dieser bringt mir unter „Standardbedingungen“ allerdings keinen gleichmäßigen Dichteanstieg, s.o.. Inwieweit sich dieser Umstand von den Abzügen ablesen lässt, wird sich noch zeigen. Wenn ich den Film jetzt noch in 2 bis 3 anderen, vielleicht besser geeigneteren Entwicklern probiere, ist der halbe Vorrat für Tests draufgegangen, für einen Film, den ich vermutlich für „normale“ Arbeiten nicht mehr einsetzen werde...

    Aktuell umsetzbar sind für mich daher die Hinweise auf weniger Bewegung bei zu hohen Lichterdichten. Dies wird mir sicher auch in Zukunft beim Eintesten geeigneterer Kombinationen helfen.

    Da ich Laie auf dem Gebiet der Fotochemie bin: Wie lässt sich ein Sulfitgehalt > 100 g/l realisieren? Dass man Entwickler für diesen Zweck nicht verdünnen sollte, beißt sich mit der mir wage in Erinnerung gekommenen Empfehlung, dass eine höhere Verdünnung ausgleichend wirkt (ich habe APH09 1+40 im Einsatz). Oder sind das zwei Paar Schuhe?

    An färbende Entwickler habe ich mich bis jetzt noch nicht herangetraut, auch wenn sich leichte Verarbeitbarkeit mit versprochener hoher Schärfe bei feinem Korn erst einmal gar nicht so uninteressant anhört.

  6. #6
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    Lieber Unbekannter,

    dann spann uns doch mal nicht auf die Folter: Um welchen Film handelt es sich und wie sieht die Kurve jetzt aus? Dann kann man dir vielleicht konkreter weiterhelfen.

    Beste Grüße

    Stefan

  7. #7
    ath
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    Wie Stefan schon sagte - nenn den Film und frag nach geeigneten Entwicklern. Alles andere ist Theoretisieren und hilft Dir erstmal nicht konkret weiter.
    Regards,
    Andreas

  8. #8

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    Hallo liebe Mitforenten,

    im Prinzip sehe ich meine Ausgangsfrage schon beantwortet. Letztere hatte ich relativ allgemein gehalten, also nicht speziell auf mein derzeitiges "Problem“ bezogen. Die Antworten gingen dann aber tlw. in eine andere Richtung, weshalb ich noch ein paar Informationen nachgeschoben habe. Alles unter der Vorgabe einer gegebenen Film-Entwickler-Kombination. Ich werde wohl an der Bewegung bzw. den Standzeiten oder der Verdünnung etwas ändern. Wunder erwarte ich nicht, zumindest bringe ich durch diese Prozedur mehr Routine in mein Halbwissen, was bei zukünftigen Kombinationen möglicherweise hilfreich sein kann.

    Damit der Unbekannte ein lieber bleibt, möchte dieser Euch von Euren Qualen erlösen:

    Film Rollei Infrared 400 120 @ 160, ohne Filter!
    Entwickler APH09
    Verdünnung 1+40
    Temperatur 20°C
    Bewegung 30/30-2x
    Dauer 9´
    sehr hartes Wasser!

    Zone / Dichte über Schleier
    1 0,08
    2 0,15
    3 0,23
    4 0,32
    5 0,42
    6 0,64
    7 0,80
    8 1,19
    9 1,46
    10 1,71
    11 1,85
    12 1,96

  9. #9
    RalphLambrecht's Avatar
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    Das sieht nicht nach einer viel versprechenden Kurve aus. Du brauchst einen Entwickler der aktiver an Schatten und Mitteltönen arbeitet. Hast Du es schon mal mit ID11 or D76 probiert?
    Regards

    Ralph W. Lambrecht
    www.darkroomagic.comrorrlambrec@ymail.com[/URL]
    www.waybeyondmonochrome.com

  10. #10
    ath
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    Bei der krummen Kurve würde ich erstmal meine Messtechnik überprüfen:
    - Zonen so belichtet, wie gewünscht (Toleranz Beli, Blende, Verschluss)?
    - Messtoleranz und systematische Fehler Dichtemessung
    Regards,
    Andreas

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