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  1. #1

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    Feb 2010
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    Fehlerhafter Film oder Verarbeitungsfehler?

    Auf einigen meiner selbst verarbeiteten Negative habe ich unregelmäßig verteilt, nahezu kreisförmig begrenzte, durchscheinende Flächen festgestellt. Es sieht so aus, als wären mittels einer Nadel kleine Löcher gestochen, der Durchmesser dürfte unter einem zehntel Millimeter liegen. Im Positiv haben diese Punkte dann eine gewisse Ähnlichkeit mit der Hinterlassenschaft lästiger, flugfähiger Insekten. Was habe ich mir da eingefangen?

  2. #2

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    Genau das hatte ich jetzt auch einmal. Entwickeln usw war bei anderen Filmen aus der selben Charge aber gleich und die hatten keine Löcher, also schiebe ich's auf einen einzelnen fehlerhafter Film.

    Wenns nur ein Einzelfall ist wird es bei dir vermutlich auch so sein?

  3. #3
    Klaus_H's Avatar
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    Quote Originally Posted by Sammelwahn View Post
    Auf einigen meiner selbst verarbeiteten Negative habe ich unregelmäßig verteilt, nahezu kreisförmig begrenzte, durchscheinende Flächen festgestellt.
    Falls es sich hier um Filme der Marke Rollei handelt, würde ich dringend den Einsatz von demineralisiertem Wasser zum Ansatz des Entwicklers empfehlen.
    Falls es sich um den "Infrared 400", oder den "Retro 80S" handelt, wäre aus meiner Erfahrung zusätzlich auch die Anwendung von Kodak HC110 zu empfehlen.

    Beste Grüße,

    Klaus

  4. #4

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    Feb 2010
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    Volltreffer (Rollei), versenkt (IR)!:o

    Ja, ich gestehe, ich habe sehr hartes Leitungswasser benutzt. Aber was passiert da, mit 1% betroffenen Aufnahmen sind es ja "nur" Einzelfälle?
    Nichtsdestotrotz: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Die Empfehlung hinsichtlich des Ansatzwassers werde ich in Zukunft berücksichtigen, danke.

  5. #5

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    Leider hat bei weiteren Versuchen auch destilliertes Wasser keine Abhilfe schaffen können. Und den HC110 wollte ich mir als weiteren Entwickler für den Restbestand nicht mehr zulegen.

  6. #6
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    Für solche "Löcher" sehe ich zwei Ursachen:
    - Bei Mittelformat können Papierfetzchen des Rückpapiers in der Kamera vagabundiern und sich schließlich auf den Film setzen.
    - Ein zu saures Stopp-oder Fixierbad könnte durch Kohlendioxidsentwicklung die Schicht schädigen. Das erkennt man unter dem Mikroskop, weil dort dann die Schicht fehlt und nicht bloß unentwickelt ist.
    Die Flecken der Rollei-Filme sind im Negativ dunkel, also im Positiv hell. Das ist ein ganz anderer Effekt. Unentwickelte Stellen sind mir nicht bekannt.
    Emulsionsfehler schließe ich aus. Das sind eher Schlieren oder unscharfe Streifen.
    ---
    Uwe Pilz

  7. #7

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    Papierfetzen waren mir noch nie aufgefallen. Kein Wunder bei der Größe der "Löcher", aber ich werde darauf achten.

    Das Stopbad habe ich aus 50% Zitronensäure (Selbstansatz) auf 1,5 % verdünnt. Als Fixierbad nutze ich Adofix 1+4. Das Problem hatte ich auch bei jeweils neu angesetzten Lösungen. Andere Film/Entwicklerkombinationen zeigten sich bisher von diesen Konzentrationen unbeeindruckt. Leider habe ich kein Mikroskop, mit dem ich die Sache genauer "unter die Lupe" nehmen könnte.

    Wäre eine abweichende Temperatur bei den Bädern vielleicht noch ein Grund? Der Entwickler hatte um die 20°C, da frisch angesetzt, Stop- und Fixierbad, die in der Dunkelkammer gelagert sind, aber bei den zuletzt aktuellen Temperaturen um die 28°C. Gewässert wurde auch in diesem Temperaturbereich.

  8. #8
    skahde's Avatar
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    Quote Originally Posted by Sammelwahn View Post
    Volltreffer (Rollei), versenkt (IR)!:o
    Sollte es sich dabei um IR820 handeln: Den hat Efke ab Werk schon mit einem gewissen Anteil Kreativlöchern ausgestattet, die auch durch Weglassen des Stoppbades nicht zu elminieren sind. Die Lösung heißt hier ausflecken.

    Viele Grüße

    Stefan

  9. #9

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    Quote Originally Posted by skahde View Post
    Sollte es sich dabei um IR820 handeln
    Das kann ich nicht sagen, da ich nicht weiß, was sich hinter der Bezeichnung ROLLEI INFRARED 400 verbirgt. Und wenn es der Film ist, was hat es mit den Kreativlöchern auf sich? Als "Echtheitszertifikat" könnte ich den "Fliegenschiss" dann ja auf den Abzügen lassen.

    Danke an alle, die sich um Klärung bemüht haben. Demnächst ist das Problem aus der Welt, da der Filmbestand dann für "Fingerübungen" aufgebraucht ist.

  10. #10

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    Bei Filmen mit sehr hohem Silbergehalt kann es durch verschiedenste Einflüsse zu dots kommen.
    Das ist vielfach in Foren angesprochen.

    Momentan stehen vor allem Foma Rollfilme im Blickpunkt.
    Vor allem wenn sie durch motorgetriebene Kameras kräftig und schnell durchgezogen sind.
    Das sind weniger dots. Sondern als mikrokopisch feine dunkle Striche auf dem Negativ verifizierbar.

    Dots lassen sich nicht vermeiden bei Filmen mit höherem Silbergehalt,
    wenn Entwickler (vielleicht auch die Vorwässerung) nicht mit dest. Wasser erfolgten.
    Merkwürdig ist das bei manchen Entwicklern diese Phänomen verstärkt auftritt.
    Bei anderen nicht. In den Foren findet man kaum Konkretes dazu.

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