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  1. #1
    cmo
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    Hochauflösungsfilme

    Als frischgebackener Besitzer einer Pentax Auto 110 hat man's derzeit schwer - alte Filme gibt's kaum noch, neue werden noch nicht produziert. Da bleibt für eine Weile nur das Selberladen.

    Da fragt sich, welchen Film nimmt man, wenn er schwarzweiß sein soll.

    - 'Subatomar auflösend', um aus den kleinen Objektiven Großes herauszuholen
    - 80 ASA bei halbwegs normalem Belichtungsumfang in entsprechender Entwicklung (die Pockets kennen nur zwei Einstellungen - 80 oder 400 ASA)
    - möglichst als unperforierter 16mm-Film lieferbar, damit man sich das 'Splitten' eines breiteren Films in schmale Streifen sparen kann.

    Klingt nach Agfa Copex/Kodak Imagelink oder so(1), denke ich... aber wie schafft man damit 80 ASA?

    Ich muß gestehen, ich habe meist einen Bogen um Dokumentenfilme gemacht. Der Hype um die Hochauflösung nahm zeitweise lustige Formen an, die neben diversen Meldungen über die gelegentliche Zickigkeit dieser Filme abschreckend wirkten.

    Irgendwelche Vorschläge und Erfahrungen?

    --

    (1) diverse umkonfektionierte, mit Handelsnamen versehene Versionen dieser Dokumentenfilme
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  2. #2
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    Ist das 8x11? Ich kenne mich nicht wirklich aus, aber wenn ja, gibts den Delta 100 in passenden Patronen:

    http://www.fotoimpex.de/shop/filme/minox-filme-8x11/

    Wenn nicht, wieviele Filme benötigst du? Du könntest als Auftraggeber ja selbst konfektionieren lassen

  3. #3
    skahde's Avatar
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    Hallo Clemens,

    das mit der subatomaren Auflösung würde ich einfach mal beiseite schieben, dann wird die Sache mit den 80 ASA und dem normalen Kontrastverhalten nämlich viel einfacher: Delta 100, Acros, TMX. Aus keiner mir bekannten Quelle wirst Du allerdings unperforierten 16mm bekommen.

    Viele Grüße

    Stefan

  4. #4

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    Hallo Clemens,

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Irgendwelche Vorschläge und Erfahrungen?
    ja, Erfahrungen liegen bei mir reichlich vor mit den angesprochenen Filmen, sowohl bei den Hochauflösungsmaterialien, als auch mit TMX + Co.

    Wenn man mich als "Film-Junkie" bezeichnen würde, wäre das sicher nicht ganz verkehrt . Ich arbeite sehr gern mit ganz unterschiedlichen Filmmaterialien, und nutze deren unterschiedliche Charakteristika / Stärken gezielt für kreative Zwecke, und um bestimmte Bildaussagen zu erreichen bzw. zu verstärken.
    Deswegen finden sich in meinem Film-Portfolio Filme von Kodak, Ilford, Fuji, Foma, Agfa (Rollei-Film), Adox, Lucky und Fotokemika.

    Hochauflösungfilme::
    Ich arbeite seit über 25 Jahren mit Hochauflösungsfilmen. Zunächst mit dem Kodak Technical Pan, nach dessen Produktionsstop dann primär mit den Agfa Materialien.

    Funktionieren Hochauflösungsfilme, bieten sie wirklich eine deutlich höhere Auflösung, bessere Schärfe und Feinkörnigkeit als Standardfilme?

    Ein ganz eindeutiges Ja. Ich bin kein Masochist. Wenn mir diese Filme keine nennenswerten Vorteile gebracht hätten, hätte ich mich nicht weiter damit beschäftigt. Und von den von mir verwendeten APX 25, Pan F+, Delta 100, TMX und Acros 100 bin ich ja eh schon hervorragendes gewöhnt.
    Von Hochauflösungsfilmen wird deren Detailwiedergabe jedoch nochmals deutlich übertroffen. Der Unterschied ist signifikant.

    Neben all den langjährigen praktischen Erfahrungen und den offensichtlichen Bildergebnissen hatte ich zusammen mit einem befreundeten Fotografen umfangreichere Tests auf wissenschaftlicher Basis durchgeführt. Ohne dabei zu sehr ins Detail gehen zu wollen, zur Veranschaulichung hier einmal kurz einige der ermittelten Auflösungswerte. Um absolut praxisrelevante Ergebnisse zu erzielen, haben wir gezielt mit einem Auflösungstestchart gearbeitet, der einen relativ niedrigen Objektkontrast von nur 1:3 bis 1:4 aufweist. Details mit solchen Objektkontrasten findet man in nahezu jeder Aufnahme wieder.
    Verwendet haben wir ein Zeiss Makro-Planar ZF 2/50. Die folgenden Werte stellen die Systemauflösung dieses Objektivs (bei seinen optimalen Blenden 4 und 5,6) in Kombination mit den genannten Filmen dar:

    Adox CMS 20 / Spur Orthopan UR: 230 - 260 Linienpaare pro Millimeter.
    Agfa Copex Rapid / Spur DSX: 170 - 200 Lp/mm.
    Rollei ATP: 170 - 200 Lp/mm.
    TMX: 135 - 150 Lp/mm.
    Delta 100: 135 - 150 Lp/mm.
    Pan F+: 120 - 130 Lp/mm.
    APX 100: 110 - 120 Lp/mm.
    Retro 80S: 135 - 150 Lp/mm.

    (Der niedrigere Wert bezeichnet die Zahl der Linien, die sauber getrennt abgebildet werden; die höhere Zahl die Ortsfrequenzen, wo noch ein Kontrastunterschied feststellbar ist).
    Das nur mal ganz kurz dazu (das Themna ist wesentlich komplexer).

    Unsere Ergenisse haben wir bisher von 15 Fotografen unabhängig voneinander kritisch analysieren lassen. Alle haben unsere Ergebnisse bestätigt (auf dem finartforum hatte ich auch einige Beispielabzüge dabei).

    Ein entscheidender Vorteil der Hochauflösungsfilme ist, dass sie insbesondere auch bei sehr niedrigen Objektkontrasten, also unterhalb von 1:2, deutlich bessere Auflösungswerte liefern als Standardfilme. Diese Vorteile machen sich dann bei den Abzügen deutlich bemerkbar.
    Wenn ich Abzüge von meinen KB Aufnahmen mit den Hochauflösungsfilmen z.B neben meine Abzüge von der Mat 124G lege, in der ich oft meine alten "Arbeitspferde" FP4+ und APX 100 habe, dann stehen die MF Abzüge in der Detailwiedergabe sichtbar hinter den Aufnahmen von den Hochauflösungsfilmen zurück. Mit Hochauflösungsfilmen in KB ist in der Tat MF Qualität möglich. Insbesondere, wenn man über sehr hochwertige KB-Festbrennweiten verfügt.

    Meine Yashica Mat 124G nutze ich schon seit langem nicht mehr, um per 6x6 eine höhere Bildqualität zu erzielen, sondern wegen des Quadrats (Bildgestaltung), der guten Möglichkeit aus der Zentralperspektive zu fotografieren (Vorteil des TLR Prinzips), und weil ich einfach Spaß daran habe, mit der Kamera zu hantieren.

    Sind Hochauflösungsfilme in der Anwendung zickiger als Standardfilme?
    Nö, aus meiner langjährigen Erfahrung heraus nicht.
    Der Kodak Technical Pan war im Tetenal Neofin Doku für mich immer recht problemlos zu handhaben. Er musste genau belichtet werden, das wars dann aber auch. Genau belichten mache ich ohnehin immer, egal welcher Film in der Kamera ist.
    Aber das ist eh Geschichte, R.I.P Kodak TP.

    Die von Agfa hergestellten Hochauflösungsfilme habe ich bisher alle in den Spur-Entwicklern verarbeitet. Und das hat sich als problemlos erwiesen. Die Verarbeitungsangaben von Heribert Schain sind genau, und man muss gegebenenfalls nur ein klein wenig Feintuning, also Anpassung an die eigenen Verarbeitungsparameter, betreiben. Das muss man bei den Standardfilmen schließlich auch.
    Für mich stellt sich die Verarbeitung dieser Filme nicht grundsätzlich anders dar als wenn ich einen Delta 100 oder TMY-2 verarbeite. Die Hochauflösungsfilme haben deutlich kürzere Fixierzeiten, diesbezüglich sind sie sogar einfacher in der Verarbeitung.
    Bei sehr Metallionen haltigem Wasser ist die Verwendung von aqua demin. sinnvoll. Das ist bei XTOL oder efd auch nicht anders.
    Wie gesagt, ich bin kein Masochist, wenn ich da groß rumhampeln müsste würde ich es sein lassen. Ich will schließlich Spaß an der Fotografie haben.

    Dieses Gerede von der "Zickigkeit" ist für mich aus meiner Erfahrung heraus nicht nachvollziehbar, zumindest nicht bei der Verwendung der Spur-Entwickler.
    Dieses Gerede kommt ja auch häufig auf, wenn es um die T-Mäxe und Deltas geht. Auch mit denen habe ich nie ein Problem gehabt. Wenn jemand mit einem Belichtungsmesser umgehen kann, und in der Lage ist, eine Uhr und ein Thermometer abzulesen, wird er mit diesen Filmen zu wunderbaren Ergebnissen kommen.

    Was sein könnte ist, dass einige Vorbehalte noch von Detlef Ludwigs Gigabitfilm herrühren. Das Problem war hier einfach, dass er eine unausgereifte Chemie auf den Markt gebracht hatte. Aber auch das ist Geschichte.

    Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich gern selbst beschubsen. Wenn mir die Hochauflösungsfilme bei meinen fotografischen Anwendungen nicht sichtbare Vorteile gegenüber TMX + Co. bringen würden, würde ich sie nicht verwenden.

    Sind ISO 80/20° mit Hochauflösungsfilmen möglich?
    Nein, nicht mit den oben genannten. Mit dem Copex Rapid, in Spur Dynamicspeed 64 oder Modular UR entwickelt, sind echte ISO 40/17° bis 50/18° drin. Bei niedrigeren Motivkontrasten kann man auch bis ISO 64/19° gehen. Aber bei ISO 80/20° müsste man schon zu etwas größeren Zugeständnissen bei der Schattenzeichnung bereit sein. Nun, wenn keine für die Bildaussage wichtigen Details in den Schattenpartien liegen....

    Will man echte ISO 80/20°, aber trotzdem noch eine etwas bessere Detailwiedergabe / Vergrößerungsfähigkeit als TMX + Co., dann wäre der Retro 80S, entwickelt in Ilford DD-X eine Option.
    Der 80S liegt von der Auflösung her auf dem Niveau von TMX und Delta, aber bei deutlich feinerem Korn. Ich konnte das zuerst auch nicht glauben. Ich verwende sehr gerne Filme mit moderner Kristallstruktur. Meine bisherige Erfahrung war da eindeutig: Bezüglich Feinkörnigkeit sind Filme mit moderner Kristallstruktur ihren gleichempfindlichen Pendants mit klassischer kubischer Kristallstruktur immer überlegen.
    Der 80S, der eine klassische kubische Kristallstruktur aufweist, ist der erste Film den ich kenne, bei dem sich dies umkehrt. Weil ich die Ergebnisse zuerst nicht glauben konnte, habe ich den Film durch alle möglichen Entwickler gejagt, unter identischen Bedingungen mit TMX, Delta und Acros verglichen. Ergebnis war immer identisch: Der 80S liefert mit Abstand die feinste Körnigkeit. Und zwar auch, wenn er in eher grobkörnig arbeitenden Entwicklern wie Rodinal, SD2525, RHS und Neofin Blau entwickelt wird. Auch dann kommt er feinkörniger als ein TMX und Acros, wenn diese in einem Feinkornentwickler wie CG512 oder HRX-3 verarbeitet werden.
    Der 80S harmoniert aber nicht mit jedem Entwickler hinsichtlich der charakteristischen Kurve. Von Ausgleichsentwicklern möchte ich mittlerweile abraten, da wird die Kurve zu stark S-förmig, mit einer zu starken Abflachung ab Zone VII.
    Eine für meine Anwendungen gut brauchbare charakteristische Kurve erhalte ich beispielsweise mit CG512/RLS und mit Ilfords DD-X, wobei ich bei letzterem abweichend vom üblichen Ilford Kipprhythmus nicht 4x alle 60 Sek. kippe, sondern alle 30 Sek. (erhalte somit eine bessere Lichterdifferenzierung).

    Ob man an die Filme auch in 16mm rankommen kann weiß ich nicht. Ich würde an Deiner Stelle einfach mal fragen, kostet ja nichts.
    Solche "Zuschnittgeschichten" sind ja meist nicht technisch limitiert, sondern oft ist es nur eine Frage der zu bestellenden Mindestmenge.

    Ich hoffe, ich habe Dir bei Deiner Entscheidungsfindung ein bißchen weiterhelfen können.

    Beste Grüße,
    Henning
    Last edited by Henning Serger; 07-29-2010 at 06:50 AM. Click to view previous post history. Reason: typos

  5. #5
    cmo
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    Nun, 80 ISO mit Dokumentfilmen bleibt wohl noch ein Traum.

    Da ich den Tmax 100 in- und auswendig kenne und schätze und sehr gut weiß, wie groß - verdammt groß - man völlig kornfreie und sehr scharfe Bilder damit produzieren kann werde ich einfach 120er Rollfilme nehmen, in 16mm-Streifen splitten und in 110er-Kassetten füllen. Die Differenz zwischen 80 ISO - darauf sind die Kameras nun mal eingestellt - und 100 ISO kompensiere ich mit etwas kürzerer Entwicklung, auch um die Kontraste etwas flach zu halten. Als Entwickler werde ich unverdünntes XTol und Moersch efd verwenden (der für diesen Zweck bessere möge gewinnen).

    Es liegt übrigens bestimmt an mir, aber bislang habe ich kein einziges Bild gesehen, das mit dem 80s (alias Agfa Aviphot Pan 80?) auf Kleinbild aufgenommen wurde und so feinkörnig und scharf war wie ein Tmax 100. Die Beispiele in Flickr, die ich bislang sah, hatten ein Korn wie ein normaler 100er oder guter 400er:

    http://www.flickr.com/photos/thart20...23361/sizes/o/
    http://www.flickr.com/photos/steeven...96133/sizes/l/
    http://www.flickr.com/photos/wojszyc...72737/sizes/o/
    http://www.flickr.com/photos/thart20...99359/sizes/o/
    http://www.flickr.com/photos/4469008...78301/sizes/z/
    http://www.flickr.com/photos/wojszyc...17984/sizes/o/
    http://www.flickr.com/photos/vishals...81344/sizes/l/
    http://www.flickr.com/photos/4469008...47226/sizes/z/


    Dazu im Vergleich ein Bild, das ich mit Tri-X aufgenommen und in XTol 1:1 entwickelt habe:



    Den Satz "Auch dann kommt er feinkörniger als ein TMX und Acros, wenn diese in einem Feinkornentwickler wie CG512 oder HRX-3 verarbeitet werden." finde ich recht mutig angesichts dieser Beispiele.

    Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn ich mal ein solches KB-Negativ in die Hand bekomme, das in Rodinal verarbeitet wurde und ein feineres Korn hat als ein TMX, der in XTol oder efd gebadet wurde. Aber ich bezweifle, daß so etwas existiert.

    Übrigens, ich kenne auch solche Beispiele:

    http://www.subclub.org/gallery/xtol.htm
    http://silverstone.fortunecity.com/c...ages/trees.jpg
    http://silverstone.fortunecity.com/c...ges/moogie.jpg
    http://silverstone.fortunecity.com/c...ages/kids2.jpg

    Das ist ein Tmax 100, in XTol entwickelt. Negativformat: 8x11 (Minox). Gar nicht mal so übel, finde ich.
    Last edited by cmo; 07-30-2010 at 05:56 AM. Click to view previous post history.
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  6. #6

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    Hallo Clemens,

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Den Satz "Auch dann kommt er feinkörniger als ein TMX und Acros, wenn diese in einem Feinkornentwickler wie CG512 oder HRX-3 verarbeitet werden." finde ich recht mutig angesichts dieser Beispiele.
    ich finde es sehr mutig, anhand von runtergerechneten Webbildchen die Qualitäten von hochauflösenden SW-Filmen beurteilen zu wollen. Genauer gesagt, ich halte das für hanebüchenen Unsinn.
    Das Potential eines TMX, Delta oder 80S kann auch ein Hochleistungstrommelscanner nicht voll erfassen. Wir hatten entsprechende Versuche mit einem ICG Trommelscanner (echter Trommelscanner), und einem Hasselblad X5 gemacht (virtuelle Trommel). Die maximal erreichbare Auflösung bei den Scans lag deutlich unterhalb dessen, was auf dem Negativ real abgebildet war.
    Die erzielbare Auflösung bei klassischer Vergrößerung mittels Apo-Rodagon N lag deutlich über der per Trommelscan erzielten Auflösung (Werte siehe mein erstes Posting).

    Und das Korn wird durch den Scanprozess verstärkt. Bei den meisten Scannern recht erheblich. Bei den hier aufgeführten Webbildchen weiss man doch meist nicht mit welchem Scanner (Filmscanner oder Flachbett, Negativscan oder Scan vom Print), welcher Auflösung, welcher Software etc. gescannt wurde. Und ordentliches Scannen will gelernt sein (gerade bei SW). Wie gut die Leute den Scanprozess beherrschen, weiß man auch nicht.
    Zu viele Variablen, die eine belastbare Aussage verhindern.
    Ich habe im Netz auch viele Beispiele gesehen, die einen eindeutigen Beleg für die Feinkörnigkeit des 80S liefern.
    Wenn ich vernünftige Vergleiche von SW-Filmen haben will, mache ich Aufnahmen unter gleichen Bedingungen und fertige dann Vergrößerungen an.

    Zu dem oben zitierten Satz stehe ich, ich habe die Filme und Abzüge als Beleg hier.
    Ich hatte auf dem fineartforum Abzüge u.a. vom CMS 20, ATP, Delta 100 und TMX (in HRX-3 entwickelt) und dem 80S (in SD2525 entwickelt) unter anderem Otto Beyer, Herrn Schroeder und Mirko gezeigt. Als Blindtest, es war nicht vorne auf den Abzügen gekennzeichnet, um welchen Film es sich handelte.
    Ausschnitte aus einer 12x Vergrößerung. Die drei hatten dann eine Reihung der Aufnahmen vorgenommen bezüglich Auflösung und Körnigkeit. Alle kamen unabhängig voneinander zur gleichen Beurteilung wie ich und hatten die Abzüge ( Filme) in der gleichen Reihenfolge. Auch in der Hinsicht, dass sie die 80S Aufnahme noch als etwas feinkörniger als den TMX beurteilten.
    Einigkeit auch beim Abzug vom Adox CMS 20. Das ist dann noch mal ein ganz großer Sprung nach vorne. Dieses Material ist eine Klasse für sich, was die Detailwiedergabe anbelangt.

    Wie bereits ausgeführt, ich verwende TMX + Co selbst sehr gerne, seit fast 20Jahren. Ich bin an objektiven Daten interessiert, und nicht daran, mich selbst zu beschubsen.
    Und für mich gilt das Motto "horses for corses": Auch wenn der 80S feinkörniger als mein langjähriges "Arbeitspferd" Delta 100 ist (einer meiner am meisten verwendeten Filme), wird der Delta 100 nicht ausrangiert. Diesen "Hauch von Korn", welcher mir dieser Film bei den von mir bervorzugten Vergrößerungsmaßstäben bietet, möchte ich bei bestimmten Motiven genau so haben.
    Und mal möchte ich die Grauwertwiedergabe eines panchromatischen, und für andere Anwendungen eben die eines superpanchronmatischen oder orthopanchromatischen Films. Für den gewünschten Zweck das richtige Werkzeug. Für mich ist ein Film wie der 80S oder der CMS 20 ein zusätzliches Werkzeug im fotografischen Werkzeugkasten. Nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe das ganz pragmatisch.

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren, wenn ich mal ein solches KB-Negativ in die Hand bekomme.....
    Clemens, wenn Du wirklich ein ernsthaftes Interesse an den Bildergebnissen hast, dann bist Du herzlich eingeladen, Dir die Negative und Abzüge einmal anzuschauen, life. Wir haben hunderte von Aufnahmen hier, die unter exakt gleichen Bedingungen aufgenommen worden sind. CMS 20, Copex Rapid, ATP, Ortho 25, Pan F+, APX 25, APX 100, FP4+, Delta 100, Retro 80S, TMX, Acros, Superpan, Tri-X, Neopan 400, Delta 400, TMY-2, BW 400 CN, XP2 Super.
    Und fast alle Farbfilme des Marktes.

    Beste Grüße,
    Henning
    Last edited by Henning Serger; 07-30-2010 at 07:40 AM. Click to view previous post history. Reason: typo

  7. #7
    cmo
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    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    ...ich finde es sehr mutig, anhand von runtergerechneten Webbildchen die Qualitäten von hochauflösenden SW-Filmen beurteilen zu wollen. Genauer gesagt, ich halte das für hanebüchenen Unsinn.
    Meine Rede. Wird aber als "Beweis" immer wieder gerne genommen. Ich kenne leider sogar Beispielbilder, die zum Kleinbildfilm umgefaket wurden, da stimmte nicht mal die Randbelichtung. Ich frage mich immer, warum Leute sowas machen.

    Deswegen würde mich ja auch mal ein echtes Negativ interessieren.

    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    Das Potential eines TMX, Delta oder 80S kann auch ein Hochleistungstrommelscanner nicht voll erfassen.
    Nein, aber für den Hausgebrauch für einen Kleinbildscan für einen hybriden Abzug bis DIN A2 - meine Standardgröße für Ausstellungen - reicht sogar eine sehr gute DSLR mit Makroobjektiv inzwischen aus. Aus 30cm Entfernung sahen nicht mal Experten einen Unterschied zu den Scans, die ich mit einem Imacon 646 (alias Hasselblad X1) gemacht habe, die Bilder hingen direkt nebeneinander. Wahrscheinlich würde man einen Unterschied sehen zu einem vollständig analog abgezogenen Bild.

    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    Ich habe im Netz auch viele Beispiele gesehen, die einen eindeutigen Beleg für die Feinkörnigkeit des 80S liefern.
    Die würde ich gerne sehen, sofern sie von neutraler, fachkundiger Seite kommen.

    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    Zu dem oben zitierten Satz stehe ich, ich habe die Filme und Abzüge als Beleg hier.
    Ich hatte auf dem fineartforum Abzüge u.a. vom CMS 20, ATP, Delta 100 und TMX (in HRX-3 entwickelt) und dem 80S (in SD2525 entwickelt) unter anderem Otto Beyer, Herrn Schroeder und Mirko gezeigt. Als Blindtest, es war nicht vorne auf den Abzügen gekennzeichnet, um welchen Film es sich handelte.
    Ausschnitte aus einer 12x Vergrößerung. Die drei hatten dann eine Reihung der Aufnahmen vorgenommen bezüglich Auflösung und Körnigkeit. Alle kamen unabhängig voneinander zur gleichen Beurteilung wie ich und hatten die Abzüge ( Filme) in der gleichen Reihenfolge. Auch in der Hinsicht, dass sie die 80S Aufnahme noch als etwas feinkörniger als den TMX beurteilten.
    Einigkeit auch beim Abzug vom Adox CMS 20. Das ist dann noch mal ein ganz großer Sprung nach vorne. Dieses Material ist eine Klasse für sich, was die Detailwiedergabe anbelangt.
    Okay, DAS ist 'ne Aussage. Ich kenne mindestens einige Leute, die diese Ergebnisse sehen würden, wahrscheinlich sogar ein paar mehr.

    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    Clemens, wenn Du wirklich ein ernsthaftes Interesse an den Bildergebnissen hast, dann bist Du herzlich eingeladen, Dir die Negative und Abzüge einmal anzuschauen, life.
    Sehr gerne.

    Quote Originally Posted by Henning Serger View Post
    Wir haben hunderte von Aufnahmen hier, die unter exakt gleichen Bedingungen aufgenommen worden sind. CMS 20, Copex Rapid, ATP, Ortho 25, Pan F+, APX 25, APX 100, FP4+, Delta 100, Retro 80S, TMX, Acros, Superpan, Tri-X, Neopan 400, Delta 400, TMY-2, BW 400 CN, XP2 Super.
    Und fast alle Farbfilme des Marktes.
    Fein. Jetzt müssen wir nur noch per PN was vereinbaren, ich würde sicher ein paar Freunde mit einladen, die genauso skeptisch und pingelig sind, manche von denen sind auch um einiges fachkundiger als ich. Das könnte das zweite APUG-Analogtreffen werden!

    Du schreibst "Wir haben hunderte von Aufnahmen hier" - wer ist denn "wir"?
    The future belongs to the few of us still willing to get our hands smell like fixing bath.

  8. #8

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    Hallo Clemens,

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Deswegen würde mich ja auch mal ein echtes Negativ interessieren.
    Kein Problem, genug da, KB und MF.

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Die würde ich gerne sehen, sofern sie von neutraler, fachkundiger Seite kommen.
    Hiermal Beispiele von M. Mohr. In seinen bisherigen, mir bekannten Beiträgen hat er sich als sehr fachkundig hinsichtlich des Scannens gezeigt. Er arbeitet meines Wissens ausschließlich hybrid, und verfügt über mehrere hochwertige (Trommel)Scanner:

    http://www.aphog.de/forum/viewtopic.php?f=4&t=13706

    Hier mal ein Einschätzung von Heribert Schain von Spur. Er muss sich ja von berufswegen mit unterschiedlichen Filmen sehr intensiv befassen (runterscrollen zu Retro 80S in SD2525):

    http://www.spur-photo.com/

    Bei flickr ("I shoot film"), photo.net, rangefinderforum, sw-magazin.de beispielsweise finden sich Berichte von Fotografen, die zur gleichen Einschätzung kommen (Vorarlberg, Dressler, Teichmann, Pilz fallen mir spontan ein).
    So ganz alleine bin ich mit meiner Einschätzung wohl nicht .


    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Sehr gerne.
    Gut.


    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Fein. Jetzt müssen wir nur noch per PN was vereinbaren,
    Kein Problem.


    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Du schreibst "Wir haben hunderte von Aufnahmen hier" - wer ist denn "wir
    Hatte ich doch in meinem ersten Posting geschrieben: Ein befreundeter Fotograf und meine Wenigkeit. Wir hatten viel gemeinsam durchgeführt.
    Mittlerweile bestehen gute Kontakte zu weiteren Fotografen, die ähnliches oder gleiches durchführen. U.a. zu einem Fotografen, der die Thematik in seiner Bachelorarbeit behandelt hatte und der zu gleichen Ergebnissen gekommen ist wie wir.

    Beste Grüße,
    Henning

  9. #9
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    Hochauflösungsfilme; Das Thema ist seit Jahren präsent und interessant. Hier meine eigene Sichtweise der Dinge:

    2007 nutzte ich im Urlaub ein 5er Pack Spur Orthopan mit Spur Chemie. Analog dazu verwendete ich bekannte "Standardfilme" mit seinerzeit noch Spur Chemie.

    Fakt ist, dass diese Bilder, also analoge Abzüge auf 50x60cm kein Korn aufweisen bei trotzdem enormer Schärfe. Zeitgleich stellte ich fest wie schlecht meine damaligen Canon Weitwinkelobjektive waren, denn der Orthopan deckte alle Objektivfehler gnadenlos auf. Die Ränder waren allesamt butterweich während das Bildzentrum enorm scharf war. Diese negativen Objektiveigenschaften vielen beim Delta 100 beispielsweise nur bei Offenblende und großen Abzügen leicht auf. Abzüge von solch hochauflösenden Negativen wirken ebenfalls schnell digital, weil wie oben genannt kein Korn zu sehen ist.

    Scannen lassen sich solche Filme ebenfalls gut, wie eigentlich alle anderen Emulsionen auch, wenn das Scanhandwerk beherrscht wird.

    Nun, seit 2007 belichtete ich trotzdem keinen dieser Filme mehr. Warum? Weil ich mit Tmax/Delta und dem Acros ebenfalls grandiose Negative erstellen kann. Und das bei wirtschaftlich deutlich günstigeren Konditionen. Fotografisch reizt mich selbst das Thema Hochauflösung nicht, weil meine Standardgröße bei Papier 25x30cm ist. Sammler und Käufer beschränken sich meist auf 25x30 oder 30x40cm. Bei diesen Formaten sind Unterschiede beider Filmgattungen extrem gering.

    Als nachteilig empfand ich auch den Polyesterträger der eine ausgeprägte Wellneigung hatte. Techniker und experimentierfreudige Fotografen mögen diese Filme lieben. Aus eigener fotografischer Sichtweise halte ich es recht konserativ mit handelsüblichen Standardmaterialien.

    Auf Ausstellungen schaue ich mir schließlich Bilder und deren Wirkung auf mich an. Technik interessiert mich eher sekundär, wenn überhaupt.

    Und ja, Clemens Bilder durfte ich ausführlich betrachten. Auf Clemens gemünzt machen für ihn Hochauflösungsfilme keinen Sinn. Ich sehe fotografisch keinen Vorteil für ihn.

  10. #10
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    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Fein. Jetzt müssen wir nur noch per PN was vereinbaren, ich würde sicher ein paar Freunde mit einladen, die genauso skeptisch und pingelig sind, manche von denen sind auch um einiges fachkundiger als ich. Das könnte das zweite APUG-Analogtreffen werden!
    Bei diesem Treffen würde ich meine 50x60cm Abzüge UND Negative mitbringen. Die Meinung könnt ihr euch dann selbst zimmern

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