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Results 1 to 10 of 10

Thread: Print-Retusche

  1. #1
    swittmann's Avatar
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    Print-Retusche

    Hallo allerseits,

    am Wochenende habe ich mal wieder das Retuschieren von Prints geübt, sowohl an Baryt- als auch an PE-Papier. Es hat von Print zu Print besser geklappt, aber über 2 Dinge stolpere ich noch.

    1. Wenn ich das Blatt von vorne betrachte, sieht alles gut aus, schaue ich aber seitlich drauf, werden die retuschierten Stellen sichtbar, da sie glänzen.
    Ich nehme die "Photo Dyes" von Schmincke-Keilitz. Ist dies bei anderen Farben besser oder nehmen sie sich in diesem Aspekt nichts?

    2. Mein anderes Problem ist ein bisschen schwieriger zu beschreiben. Bevor ich die Farbe mit dem Pinsel auftrage, verdünne ich sie stark (man arbeitet ja additiv). Wenn ich dann die Farbe auftupfe, steht ein Mini-Tröpfchen auf dem Papier. Die Pigmente scheinen an den Rand zu fließen, dort einen „Pigmentring“ zu bilden, während die Mitte weiß bleibt. Ich müsste also den Pinsel noch trockener bekommen, aber auch nicht so trocken, dass die Pinselhaare abspreizen, sondern weiterhin eine schöne Spitze bilden. Oder könnte ich alternativ mittels Gummi Arabicum oder Ochsengalle die Oberflächenspannung reduzieren, sodass sich die Pigmente gleichmäßiger verteilen? Falls dies klappen würde, würde nicht die Archivfestigkeit drunter leiden (weil organisch)?

    Bin ganz Ohr - oder Auge - für eure Rat- und Vorschläge

    Beste Grüße

    Sandra

  2. #2
    RalphLambrecht's Avatar
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    Quote Originally Posted by swittmann View Post
    ...
    1. Wenn ich das Blatt von vorne betrachte, sieht alles gut aus, schaue ich aber seitlich drauf, werden die retuschierten Stellen sichtbar, da sie glänzen.
    Ich nehme die "Photo Dyes" von Schmincke-Keilitz. Ist dies bei anderen Farben besser oder nehmen sie sich in diesem Aspekt nichts? ...
    Ich habe leider gar keine guten Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht. Die klassischen Materialien für die Retusche (Spotone) scheinen kaum noch zu existieren, Marshall's scheint eine Ausnahme zu sein. Wenn alles scheitert kann die Retusche aber leicht selbst hergestellt werden (sieh Anhang). Von Glasuren sollte man aus den von Dir genannten Gründen Abstand nehmen.

    Quote Originally Posted by swittmann View Post
    ...
    2. Mein anderes Problem ist ein bisschen schwieriger zu beschreiben. Bevor ich die Farbe mit dem Pinsel auftrage, verdünne ich sie stark (man arbeitet ja additiv). Wenn ich dann die Farbe auftupfe, steht ein Mini-Tröpfchen auf dem Papier. Die Pigmente scheinen an den Rand zu fließen, dort einen „Pigmentring“ zu bilden, während die Mitte weiß bleibt. Ich müsste also den Pinsel noch trockener bekommen, aber auch nicht so trocken, dass die Pinselhaare abspreizen, sondern weiterhin eine schöne Spitze bilden. Oder könnte ich alternativ mittels Gummi Arabicum oder Ochsengalle die Oberflächenspannung reduzieren, sodass sich die Pigmente gleichmäßiger verteilen? Falls dies klappen würde, würde nicht die Archivfestigkeit drunter leiden (weil organisch)? ...
    Wenn Du den Print vor der Retusche in Sistan badest (sowieso 'ne gute Idee) hast Du Problem der Oberflächenspannung nicht.
    Attached Thumbnails Attached Thumbnails ChinaInk.jpg  
    Regards

    Ralph W. Lambrecht
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  3. #3
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    Danke dir vielmals, Ralph, für deine schnelle Antwort und Hilfe. Die Tusche kann ich mir gleich morgen bei boesner kaufen, und Sistan hole ich mir dann beim fotoimpex-Mirko (mein Filmvorrat ist ohnehin aufgebraucht).

    Beste Grüße,
    Sandra

  4. #4
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    Sandra

    Boesner ist eine gute Lösung. Alternativ dieses Produkt bestellen:

    http://www.amazon.com/gp/product/B00...NMHMJA6FT8XVH3

    Es ist dem guten alten Spotone fast gleich und kommt in mehreren Tönen. u brauchst aber je nach tonen und Papier nie mehr als drei. Neutral ist ein guter Anfang.
    Regards

    Ralph W. Lambrecht
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  5. #5
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    Danke, Ralph. Ich habe gesehen, dass es dieses Produkt auch bei einem deutschen Händler gibt, sogar als 3er- und 5er-Set.

    Darf ich dich grad noch fragen, wie das Maskierungsmittel heißt, welches ich nehmen kann, um Negative an Stellen zu maskieren, die mir sonst schwarze Flecken auf dem Print machen würden? Das Prinzip ist mir klar, doch ich weiß nicht, nach welchem Begriff ich suchen soll und welches Produkt inert zu meinen Negativen ist. Schaberetusche möchte ich vermeiden!

    Ich versuche zwar, Staub von vornherein zu eliminieren, indem ich fleißig Pustebalg und Dust-off verwende, aber ab und an findet doch mal ein Stäublein seinen Weg auf mein Negativ.

  6. #6
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    Sandra

    Das Mittel heisst 'Perfect Opaque', aber leider wurde es auch von Spotone hergestellt. Seitdem der Besitzer verstorben ist und alle seine Rezepte mit sich ins Grab genommen hat ist auch dieses Mittel verschwunden. Du kannst aber Tuschestifte auf der Rückseite des Films als Ersatz benutzen.
    Regards

    Ralph W. Lambrecht
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  7. #7
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    Ralph, hab nochmals ganz herzlichen Dank.

    Beste Grüße
    Sandra

  8. #8
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    Lieber Ralph,

    ich will mich nochmals bei dir bedanken; deine Tipps sind Gold wert! Ich habe mir die Spot-all gekauft (Neutralschwarz und Selen, mische ich nach Bedarf) sowie Sistan (Ag-Stab) und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Die retuschierten Stellen sind quasi unsichtbar.

    Danke!!!

    Also, ich habe jetzt ein neues Hobby: Prints retuschieren

    Viele Grüße
    Sandra

  9. #9
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    Sandra

    Den Rest meiner Tips findest Du hier:

    http://www.waybeyondmonochrome.com/WBM2/Welcome.html

    Unter dem Tab 'TOC' findest Du unter anderem ein Kapitel zum retuschieren kostenlos. Leider alles nur in englisch.
    Regards

    Ralph W. Lambrecht
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  10. #10
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    Lieber Ralph,

    weißt du was, ich habe mir Way Beyond Monochrome als Buch gekauft und zu
    meiner "SW-Bibel" ernannt

    Von deiner Webseite habe ich die f-Stop-Printing-Tabelle entnommen und ausgedruckt. Sie hängt neben meinem Vergrößerer. Alle letzten Prints sind mit ihrer Hilfe entstanden. Außerdem werde ich noch die Print-Processing-Tabelle mit den Zeiten für die einzelnen Zwischenschritte über meine Schalen hängen (so habe ich aus dieser Tabelle gelernt, dass meine Fixierzeiten bisher immer zu lang waren Im englischsprachigen Teil des Forums hast du geschrieben: "fix strong and fast, not weak and slow" -> rapid fixer in Filmverdünnung verwenden; außerdem weiß ich jetzt, was die "factorial development times" sind und wie man sie ermittelt - komme mir grad vor, als hätte ich jahrelang nur rumgemurkst und bin so froh, dass da jetzt richtig System reinkommt).

    Beste Grüße,
    Sandra



 

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