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  1. #1
    cmo
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    Sommerfrage: Transport auf dem Fahrrad

    Es gibt ein Verkehrsmittel zwischen dem Wanderschuh und dem Auto - das Fahrrad. Ich benutze es oft und habe mittlerweile ein paar Erfahrungen gesammelt, wie man auf dem Zweirad eine Fotoausrüstung transportieren kann:

    1. Rucksäcke sind eher ungeeignet.
    Sie verlegen den Schwerpunkt ungünstig nach oben wenn man nicht gerade eine Minox benutzt.
    Bei warmem Wetter schwitzt man darunter.
    Die Bewegungsfreiheit der Arme leidet.
    Wenn man ein Bild machen will weiß man nicht wohin mit dem Rucksack.

    2. Hüft-/Gürteltaschen sind unpraktisch.
    So sehr ich solche Taschen mag, weil sie das Gewicht von der Schulter holen, ist es mir noch nie gelungen, einen Klotz an der Hüfte beim Radfahren als angenehm anzusehen.

    3. Frag' gar nicht erst im Fahrrad- oder Fotoladen.Bei beiden Läden bekommt man nur ein Schulterzucken oder unsäglich dumme Antworten.
    Beispiele aus dem Fotoladen:
    - "Nehmen Sie einen Rucksack oder eine Hüfttasche." Siehe oben.
    - "Kaufen Sie eine Seitentasche und dann stecken Sie diese Tasche hinein."
    - "Schrauben Sie einen Rimowa Alukoffer auf den Gepäckträger."
    - "Schrauben Sie einen großen Korb auf den Gepäckträger und stellen diese Tasche hinein."
    Beispiele aus dem Fahrradladen:
    - "Nehmen Sie diesen Ortlieb Photo Shuttle." Das Ding wiegt leer satte 5 Kilo, sieht aus wie ein Kühlschrank, kostet ca. 300 Euro und wird oben auf den Gepäckträger geschraubt (Halterung kostet extra). Man kann ihn auch als Rucksack tragen (Tragegestell kostet extra) und sieht dann aus wie ein Astronaut mit Sauerstoffgerät - oder wie ein Depp, der einen tragbaren Kühlschrank spazieren trägt.
    - "Nehmen Sie die Ortlieb Lenkertasche mit Fotoeinsatz." Für eine ganz kleine und sehr rüttelfeste Ausrüstung denkbar, über 90mm Brennweite ungeeignet.
    - "Nehmen Sie diese nicht ganz wasserfeste, sehr weiche und nicht stoßfeste Seitentasche und polstern Sie sie selbst aus."
    - "Nehmen Sie diese wasserfeste Seitentasche, die ein tiefes, schwarzes Loch darstellt, in dem Sie ohne langes Wühlen nichts finden und polstern Sie sie selbst aus."
    - "Wozu brauchen Sie denn ein Stativ?"

    Derzeit benutze ich zwei Alternativen:
    - ein relativ kleiner Fotorucksack, senkrecht in einer vorhandenen Seitentasche, die sich dann allerdings nicht mehr schließen läßt, das ist also nicht gerade optimal bei Regen.
    - dieselbe Seitentasche, mit einer weichen Decke als Polster, in die ich einen Fotoeinsatz aus einer großen Fototasche stelle. Läßt sich komplett schließen, ist aber ein Provisorium und bereitet mir beim Gedanken an den kleinsten Unfall Albträume.

    Das Stativ wird in beiden Fällen mit Gummibändern auf dem Gepäckträger festgezurrt. Praktisch kann man das nicht nennen, aber es funktioniert.

    Momentan denke ich sehr über diese Lösung nach:

    http://www.phred.org/~josh/bike/briefcase_pannier.html

    Das wäre wasserdicht, ziemlich stoßfest, halbwegs geräumig und mit der entsprechend drangeschraubten Halterung auch schnell an- und abzunehmen. Es fehlt noch eine Stativhalterung für die andere Seite...

    Wie transportiert Ihr auf dem Fahrrad Eure Ausrüstung?
    Last edited by cmo; 07-22-2010 at 07:55 AM. Click to view previous post history.
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  2. #2
    noumin
    Ich bin auch schon längere Zeit auf der Suche nach einer Lösung.

    Die Kleinbildausrüstung hat mitsamt Tasche Platz im Korb auf dem Gepäckträger, so ist sie einigermassen gespolstert und geschützt, ein Monopod kann ich mit Gummiriemen befestigen, ein kleines Stativ klappt vielleicht auch noch. Sagen wir mal mit der Kleinbild komme ich klar.

    Beim Mittelformat wird's jedoch komplizierter.

    Im Moment nehme ich den Korb weg und binde das Stativ mit den Riemen auf den Gepäckträger. Die übrige
    Ausrüstung trage ich im Rucksack. Man schwitzt, es ist auf Dauer anstrengend, dafür werden Schläge
    vom Körper abgefedert, alles in allem nicht die optimale Lösung für den entspannten Ausflug, aber es geht.
    Bei dieser Lösung kann man das Fahrrad auch mal stehen lassen und zu Fuss weitergehen, die Ausrüstug kommt dann problemlos mit.

    Dann habe ich da noch eine grosse ungebrauchte Seitentasche in der die Ausrüstung vermutlich
    Platz fände, die Schläge kommen dann aber 1:1 rüber, ich fahre häufig auf Forstwegen und da rüttelt und schüttelt
    es z.T. schon ordentlich und mein Fahrrad hat keine Federung. Ich denke dass ich mir für die Seitentasche irgendwann mal (wenn ich vom radfahren mit Rucksack wirklich genug habe) eine stark gepolsterte Holzkiste massschneidere, damit die Ausrüstung gegen Erschütterungen und Sturz einigermassen geschützt ist, mit einem Griff oben so das man sie schnell herausnehmen kann.
    Nur zu Fuss geht man damit nicht weit.

    Die Lösung mit dem Koffer gefällt mir gut, man müsste darauf achten, dass man beim Treten hinten nicht mit dem Fuss anschlägt, eine Frage des Feintunings. Wie sieht es da eigentlich mit der Balance aus, merkt man etwas, wenn das Fahrrad so einseitig beladen ist ?
    Persönlich ist es mir ein wenig zu ausladend, aber es gibt ja noch andere Koffer.


    Eine edle Lösung für den Stativtransport hatte ich mal hier gefunden :

    http://www.achtung-analog.de/fahrrad.html

    ich weiss bloss nicht ob das so bei feuchtem Wetter nicht gnadenlos einsaut.

  3. #3
    cmo
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    Quote Originally Posted by noumin View Post
    Wie sieht es da eigentlich mit der Balance aus, merkt man etwas, wenn das Fahrrad so einseitig beladen ist ?
    Die Frage kann ich nur anhand meiner jetzigen Konstruktion beantworten, bei der auch nur eine Seite belastet ist - es geht, eigentlich kein Problem, aber ich schleppe kein sehr großes Gewicht mit. Es macht allerdings einen gewaltigen Unterschied in der Balance, ob man die Ausrüstung oben auf dem Gepäckträger hat oder eine Etage tiefer. Ich hab's mal mit einem Korb probiert, fand ich furchtbar.


    Quote Originally Posted by noumin View Post
    Eine edle Lösung für den Stativtransport hatte ich mal hier gefunden :

    http://www.achtung-analog.de/fahrrad.html

    ich weiss bloss nicht ob das so bei feuchtem Wetter nicht gnadenlos einsaut.
    Das habe ich auch schon mal gesehen. Ich denke gerade darüber nach, ein Rohr aus dem Baumarkt mit Deckel für den Zweck zu adaptieren - sieht nur leider nach Abwasserrohr aus...
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  4. #4
    noumin
    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Die Frage kann ich nur anhand meiner jetzigen Konstruktion beantworten, bei der auch nur eine Seite belastet ist - es geht, eigentlich kein Problem, aber ich schleppe kein sehr großes Gewicht mit.
    Ich hab mal meinen Rucksack gewogen - 7kg, ich komm letztlich nicht um einen Versuch rum.

    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Das habe ich auch schon mal gesehen. Ich denke gerade darüber nach, ein Rohr aus dem Baumarkt mit Deckel für den Zweck zu adaptieren - sieht nur leider nach Abwasserrohr aus...
    Das hat mir mein Fahrradhändler auch empfohlen, anstelle der Lösung im Link. Ich bin hin und her gerissen,
    es ist halt ein zusätzliches Teil, ich mag´s gern simpel, die Lösung mit Gepäckträger und Gummiriemen
    funktioniert für mich ganz gut, auf der andern Seite hat man mit der Röhre eine saubere, endgültige Lösung.
    Ein Problem könnte allenfalls sein, wenn der Stativkopf vorstehende Griffe hat und man deswegen einen Rohrdurchmesser
    braucht der für das übrige Stativ eigentlich zu gross ist, so das man unten irgend eine Fixierung einbauen muss.
    Oder man benutzt verschiedene Stative, dann könnten u.U. verschiedene Durchmesser fällig werden.

    Weisst du, dieser thread hat mich jetzt wirklich aus meiner Lethargie herausgerissen - ich fang mal an Pläne
    für meine Holzkiste zu zeichnen.

  5. #5
    phaedrus's Avatar
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    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Wie transportiert Ihr auf dem Fahrrad Eure Ausrüstung?
    Am Gürtel, in einer kleinen Tasche! Merkwürdigerweise vertragen sich (in meinem Kopf, zugegeben) meine beiden Lieblings-Freizeit-Aktivitäten nicht gut. Wenn ich fahre, sehe ich nicht fotografisch, vielleicht eine Frage des Tempos. Und bis auf eine kleine Kameraausrüstung in einer Fototasche in einer Seitentasche oder eben eine noch kleinere Kamera in einer Gürteltasche (max. Messsucherkamera mit 35 mm Objektiv) in einer Gürteltasche habe ich mich auf längeren Radtouren nie belastet. Ein Stativ habe ich auf dem Fahrrad noch nie mitgenommen.

  6. #6
    Thomas.Goehler's Avatar
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    Quote Originally Posted by cmo View Post
    Es gibt ein Verkehrsmittel zwischen dem Wanderschuh und dem Auto - das Fahrrad. Ich benutze es oft und habe mittlerweile ein paar Erfahrungen gesammelt, wie man auf dem Zweirad eine Fotoausrüstung transportieren kann:

    1. Rucksäcke sind eher ungeeignet.
    Sie verlegen den Schwerpunkt ungünstig nach oben wenn man nicht gerade eine Minox benutzt.
    Bei warmem Wetter schwitzt man darunter.
    Die Bewegungsfreiheit der Arme leidet.
    Wenn man ein Bild machen will weiß man nicht wohin mit dem Rucksack.

    Ich weiß ja nicht, was du dann alles in deinen Rucksack packst, aber wenn ich mit dem Fahrad und Kamera unterwegs bin, nehme ich natürlich nicht das Äquivalent des Inhalts meines Rimowa Koffers mit, sondern beschränke mich auf das Wesentliche (z. B. 1-2 Kamera, 3 Linsen), das hält das Gewicht im überschaubaren Rahmen.
    Sowas passt dann auch noch in eine nicht zu große Tasche, die man bequem in den Korb packen kann.
    Zum Thema Rucksack: gute Rucksäcke haben eine atmungsaktive Schicht am Rücken, gute Fahrradbekleidung auch ...
    Wohin mit dem Rucksack? Die Frage verstehe ich nicht, wohin tust du denn deine Fototasche sonst beim Knipsen? Immer einen Caddy dabei?
    Also ich setze den Rucksack dann ab und stell ihn neben mich, muss ich ja sowieso um an die Ausrüstung zu kommen, übers Knipsen beim Fahren reden wir doch hier eh nicht, oder?

  7. #7

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    Hallo,

    seitdem ich mal mit umfangreicher Ausrüstung (u. a. Manfrotto Stativ mit 229 3-D Kopf und Technika) auf dem Fahrrad unterwegs war, habe ich mir für den Fall einer Neuauflage dieses Unternehmens vorgenommen, mir einen Fahrradanhänger, da gibt es recht sportliche, leider auch recht teuere, zuzulegen.

    Das Problem war immer der Schwerpunkt. Entweder lag dieser zu hoch, was das Fahren nicht vereinfachte, oder die Ausrüstung war (abgesehen vom Stativ natürlich) zu tief in den hinteren Seitentaschen versteckt.

    Obwohl ich meine (Großformat) Objektive in Luftkissenpolstern verwahrte, tat die Fahrt den zweien der Verschlüsse nicht gut. Sie mussten nach Ende der Tour in Reparatur, aber sie waren immerhin reparabel. Schwer zu sagen, ob der Transport im Anhänger schonender ist.

    Ein Problem besteht darin, daß man zusätzlich zum Fahrradpackzeug eine Tasche oder einen Fotorucksack benötigt, außer man kann direkt zum Aufnahmestandpunkt fahren, was ja nicht immer gegeben ist. Auch hierbei hat man es mit Anhänger einfacher, da genügend Platz.

    Dass ein Anhänger nicht jedermanns Sache ist, räume ich freilich ein.



 

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