Es ist interessant, das von jemandem zu hören, der seine sprachlichen Wurzel offenbar im Englischen hat. Ich finde Fremdworte eigentlich nicht schlimm, wenn sie etwas kurz erklären, das sonst lang und umständlich wäre: "Computer" als "Elektronenrechner" zu bezeichnen würde jedem unsinnig erscheinen. Manche Eindeutschungsversuche für etablierte Fremdworte gingen noch schlimmer daneben - die Nazis in ihrem Wahn haben u.a. vergeblich versucht, das Wort "Motor" durch "Zerknalltreibling" zu ersetzen. BMW macht das werblich heute auch nicht besser und bezeichnet das, was da unter der Haube werkelt, als "Triebwerk". Euphemismen werden heutzutage gerne englisch verwendet, weil es modern klingt, aber wenn jemand, der mit Sprache vor allem lügen und täuschen will, das passende englische Wort nicht findet benutzt er eben deutsche Worte für denselben Zweck: man kann auch auf deutsch einfach "feuern" oder schön formuliert "den Mitarbeiterstamm reduzieren", man kann "Landschaftspflege" betreiben und damit gezielte Bestechung schönfärben.

Die Welt ändert sich ständig, manches wird besser, manches wird schlechter, und man sollte die Veränderungen wachsam beobachten. Ich finde es gut, wenn man sich das vor Augen führt und Gutes erhält, wenn es gut ist und Gutes aufnimmt, wenn es gut ist. Manchmal werden aber leider auch ganz falsche Entscheidungen getroffen, nicht nur bei der Wahl der Worte.