Was hier geschieht, sind Sprachentwicklungen, wie es sie schon immer gegeben hat. Mal kamen die Einflüsse aus dem Französischen, dann wieder aus dem Lateinischen. Durch die Beschleunigung der neuen Medien geschehen diese Entwicklungen nur immer schneller. Vieles von dem, was wir heute als ur-deutsch vermuten, ist auch nur ein eingedeutschtes Fremdwort, ich wäre da also mal gelassen.
Schlimm wird's nur, wenn es nur scheinbar englische Wörter sind, die anstelle von völlig normalen, medial unbeleckten Wörtern benutzt werden, wie z. B. "Backshop" für Bäckerei, "Servicepoint" für Informations-Schalter oder auch "Handy" für Mobiltelefon. Das Wort "handy" existiert im Englischen nämlich nur als Adjektiv und heißt soviel wie "praktisch".
Völliger Blödsinn ist es auch den englischen Genitiv-Apostroph im Deutschen einzuführen ("Helmut's Bar") oder ihn gar bei der Pluralbildung heranzuziehen ("Ich habe 50 CD's"). Dann wird er wirklich zum Deppen-Apostroph.