Mit Hobby und fairness haben wir schon zwei Wörter, für die wir keine wirklich deckungsgleichen Wörter haben. Sag mal: "Es war ein gerechtes Spiel." so richtig weiss keiner, was konkret gemeint ist. Hat die bessere Mannschaft zu Recht gewonnen? oder auch: "Es war ein anständiges Spiel" bringt nicht eindeutig zum Ausdruck, dass sich alle Teilnehmenden an die Regeln des Spiels gehalten haben. Sage "Es was ein faires Spiel", und jeder weiss, was gemeint ist.
"Liebhaberei" klingt für mich eher rechtsdeutsch, sag mal zu einem Menschen auf der Strasse, welche "Liebhaberei" er betreibt... klar ist es deutscher als Hobby, aber nicht unbedingt das gleiche. Ebenfalls die "Freizeitbeschäftigung". Es mag meine Freizeitbeschäftigung sein jeden Abend einen Krimi im Fernsehen zu schauen, aber deswegen ist es nicht gleich mein Hobby. "fair" und "Hobby" sind übrigens auch in den Duden aufgenommen, und heute bereits Teil der deutschen Sprache. Warum sich diese Wörter und keine deutschstämmmigen Wörter für bestimmte konkrete Bedeutungen durchgesetzt haben ist eine andere Frage. (Wenn "anständig" immer in der Bedeutung von "fair" verwendet werden würden, dann hätten wir ja unser deutsches "fair", wird es aber nicht...)
In vielen Fällen ist das mit den Anglizismen sicher auch eine Modeerscheinung... und sicher spielen auch deutsche Synchronisationen englischsprachiger Filme eine gewisse Rolle bei der "Unterwanderung" der deutschen Sprache... und auch, dass es oft einfach nicht bemerkt wird, wenn irgendwo gerade "englisches Deutsch" gesprochen wird.