Hochauflösungsfilme; Das Thema ist seit Jahren präsent und interessant. Hier meine eigene Sichtweise der Dinge:

2007 nutzte ich im Urlaub ein 5er Pack Spur Orthopan mit Spur Chemie. Analog dazu verwendete ich bekannte "Standardfilme" mit seinerzeit noch Spur Chemie.

Fakt ist, dass diese Bilder, also analoge Abzüge auf 50x60cm kein Korn aufweisen bei trotzdem enormer Schärfe. Zeitgleich stellte ich fest wie schlecht meine damaligen Canon Weitwinkelobjektive waren, denn der Orthopan deckte alle Objektivfehler gnadenlos auf. Die Ränder waren allesamt butterweich während das Bildzentrum enorm scharf war. Diese negativen Objektiveigenschaften vielen beim Delta 100 beispielsweise nur bei Offenblende und großen Abzügen leicht auf. Abzüge von solch hochauflösenden Negativen wirken ebenfalls schnell digital, weil wie oben genannt kein Korn zu sehen ist.

Scannen lassen sich solche Filme ebenfalls gut, wie eigentlich alle anderen Emulsionen auch, wenn das Scanhandwerk beherrscht wird.

Nun, seit 2007 belichtete ich trotzdem keinen dieser Filme mehr. Warum? Weil ich mit Tmax/Delta und dem Acros ebenfalls grandiose Negative erstellen kann. Und das bei wirtschaftlich deutlich günstigeren Konditionen. Fotografisch reizt mich selbst das Thema Hochauflösung nicht, weil meine Standardgröße bei Papier 25x30cm ist. Sammler und Käufer beschränken sich meist auf 25x30 oder 30x40cm. Bei diesen Formaten sind Unterschiede beider Filmgattungen extrem gering.

Als nachteilig empfand ich auch den Polyesterträger der eine ausgeprägte Wellneigung hatte. Techniker und experimentierfreudige Fotografen mögen diese Filme lieben. Aus eigener fotografischer Sichtweise halte ich es recht konserativ mit handelsüblichen Standardmaterialien.

Auf Ausstellungen schaue ich mir schließlich Bilder und deren Wirkung auf mich an. Technik interessiert mich eher sekundär, wenn überhaupt.

Und ja, Clemens Bilder durfte ich ausführlich betrachten. Auf Clemens gemünzt machen für ihn Hochauflösungsfilme keinen Sinn. Ich sehe fotografisch keinen Vorteil für ihn.