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1. Wenn ich das Blatt von vorne betrachte, sieht alles gut aus, schaue ich aber seitlich drauf, werden die retuschierten Stellen sichtbar, da sie glänzen.
Ich nehme die "Photo Dyes" von Schmincke-Keilitz. Ist dies bei anderen Farben besser oder nehmen sie sich in diesem Aspekt nichts? ...
Ich habe leider gar keine guten Erfahrungen mit diesem Produkt gemacht. Die klassischen Materialien für die Retusche (Spotone) scheinen kaum noch zu existieren, Marshall's scheint eine Ausnahme zu sein. Wenn alles scheitert kann die Retusche aber leicht selbst hergestellt werden (sieh Anhang). Von Glasuren sollte man aus den von Dir genannten Gründen Abstand nehmen.

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2. Mein anderes Problem ist ein bisschen schwieriger zu beschreiben. Bevor ich die Farbe mit dem Pinsel auftrage, verdünne ich sie stark (man arbeitet ja additiv). Wenn ich dann die Farbe auftupfe, steht ein Mini-Tröpfchen auf dem Papier. Die Pigmente scheinen an den Rand zu fließen, dort einen „Pigmentring“ zu bilden, während die Mitte weiß bleibt. Ich müsste also den Pinsel noch trockener bekommen, aber auch nicht so trocken, dass die Pinselhaare abspreizen, sondern weiterhin eine schöne Spitze bilden. Oder könnte ich alternativ mittels Gummi Arabicum oder Ochsengalle die Oberflächenspannung reduzieren, sodass sich die Pigmente gleichmäßiger verteilen? Falls dies klappen würde, würde nicht die Archivfestigkeit drunter leiden (weil organisch)? ...
Wenn Du den Print vor der Retusche in Sistan badest (sowieso 'ne gute Idee) hast Du Problem der Oberflächenspannung nicht.