Hallo Sandra,

die Infrarot-Fotografie ist wirklich eine spannende Sache, die zu ästhetisch schönen, aber technisch oft überraschenden Bildern führt.

Zu Deinen Fragen: ich selber entwickle die Filme in Edelstahltanks von Kindermann. Von Kunststofftanks habe ich noch nichts Negatives gehört, außer daß einige Anwender diese in Aluminiumfolie wickeln (!!!???). Wechselsack ist beim Wechseln der Kleinbildfilme unbedingt erforderlich. Da mußt Du auf IR-Dichtigkeit achten. Fotoimpex schreibt z.B., daß ihr Paterson-Wechselsack nicht dafür geeignet ist. Bei Maco gibts einen dichten. Rollfilme sind nicht ganz so kritisch - ich habe sie noch nicht verwendet, würde aber auf alle Fälle den Film im Schatten wechseln und dann in einer schwarzen Kunststoffdose aufbewahren (gibts bei FotoImpex).
Ich benutze den Efke IR 820, der mir aber von seinem Aufbau her mechanisch sehr empfindlich scheint. Kleine Kratzer u.ä. gibts da öfter. Seine Sensibilisierung geht weit in den IR-Bereich, wie beim alten Kodak Infrared, so daß man dichte Schwarzfilter einsetzen kann und einen schönen IR-Effekt bekommt.

Da fällt mir ein, ich habe doch schon IR-Rollfilm verwendet: vor etlichen Jahren den Konica IR. Mit meiner RB gabs da keine Schwierigkeiten - er war aber auch nicht so stark IR-empfindlich.

Hast Du Dich schon für Film und Filter entschieden???
Eine gute Einführung ist das Buch von Rudolf Hillebrand: Infrarot. Fotografie auf anderer Wellenlänge. Die da verwendeten Filme gibts allerdings alle nicht mehr.

Viel Spaß beim Experimentieren, Christoph